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Arthrose

Arthrose verstehen und behandeln: Ein umfassender Leitfaden für Betroffene und Angehörige

Lieber Kunde, Patient und/oder (Fach)Arzt,

Mit dieser Seite möchten wir Ihnen einen umfassenden Einblick in das Thema Arthrose geben, die zugrunde liegende Problematik erläutern und unseren therapeutischen Ansatz vorstellen. Unsere Informationen basieren auf wissenschaftlichen Studien und unserer langjährigen Erfahrung in der Praxis. Unser Ziel ist es, Ihnen vorab fundierte Einblicke zu ermöglichen, offene Fragen zu klären und mögliche Unsicherheiten zu beseitigen, damit Sie die Diagnose besser verstehen können.

Arthrose ist eine degenerative Veränderung des Knorpels in den Gelenken des Körpers. Sie betrifft nicht nur den Knorpel selbst, sondern auch die umgebenden Knochen, Bänder und Muskeln. Diese Erkrankung ist ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses und führt zum Abbau des Knorpelgewebes. Arthrose ist weit verbreitet und eine der häufigsten Ursachen für Bewegungseinschränkungen im Alter. Sie tritt besonders häufig in Knie-, Hüft-, Hand- und Wirbelgelenken auf.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie die Symptome der Arthrose lindern und Ihren Alltag besser bewältigen können. Ist ein Gelenkersatz die einzige Lösung oder gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten? Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen hier ausführlich.

Wie entsteht die Problematik?

Die Ursachen von Arthrose sind vielschichtig. Mechanische, entzündliche und stoffwechselbedingte Faktoren spielen eine Rolle, die zu strukturellen Veränderungen der Gelenke führen können. Es ist wichtig zu verstehen, dass Arthrose nicht allein durch Abnutzung entsteht. Ein Ungleichgewicht zwischen dem Aufbau und dem Abbau von Gelenkgewebe wird durch verschiedene Auslöser begünstigt.

Um diesen Prozess vereinfacht zu beschreiben, kann man die Entstehung von Arthrose mit einem Schwamm vergleichen. Wie ein nasser Schwamm besteht der Gelenkknorpel größtenteils aus Wasser. Dieser Wasseranteil hilft dabei, Belastungen zu absorbieren und die Gelenke zu schmieren. Damit der Knorpel gesund bleibt, ist eine kontinuierliche Zufuhr von Wasser notwendig, während belastetes Wasser entfernt werden muss. Die regelmäßige Bewegung der Gelenke ist vergleichbar mit dem Auswringen eines Schwamms: Sie fördert den Abtransport von belastetem Wasser und ermöglicht die Aufnahme von frischem, sauberem Wasser. Wenn jedoch Bewegungsmangel herrscht, kann sich belastetes Wasser ansammeln und die Knorpelgesundheit beeinträchtigen, ähnlich wie bei einem ausgewrungenen Schwamm.

Neben Bewegungsmangel spielen auch Ernährung und Übergewicht eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Arthrose. Studien zeigen, dass eine Ernährung mit hohem Zucker- und gesättigten Fettsäuregehalt (wie Fleisch-, Wurstwaren, Butter, Fertigprodukte und Süßwaren) den Gelenkknorpel und die darunterliegenden Knochen direkt schädigen kann. Die Wahl der Lebensmittel ist daher ein wesentlicher Faktor für die Entstehung und Schwere von chronischen Schmerzen, da sie Entzündungen verstärken können. Moderne Ernährung ist oft reich an entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren im Vergleich zu entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. Ein ideales Verhältnis wäre 2:1 oder 1:1, während es in der westlichen Ernährung oft bei 20:1 oder 30:1 liegt, was zu einer erhöhten Nervenfaser-Sensibilisierung und Entzündungsschmerzen führt.

Unsere Gesellschaft: das Problem

Die zunehmend ungesunde Lebensweise unserer Gesellschaft ist unbestreitbar. Vor 100 Jahren legte der durchschnittliche Mensch täglich 20 Kilometer zu Fuß zurück, während es heutzutage nur noch durchschnittlich 800 Meter sind. Während des Lockdowns sank dieser Wert sogar auf 200 Meter täglich. Auch ernährungstechnisch hat sich viel verändert: Vor 160 Jahren konsumierte der Durchschnittsbürger in Deutschland durchschnittlich 2120 Kalorien pro Tag, während es heute 3539 Kalorien sind. Das bedeutet eine Steigerung der Energiezufuhr um 166%, während die körperliche Aktivität um 96% abgenommen hat.

Die chronische Unterbelastung und Bewegungsmangel in Verbindung mit unserem generell ungesunden Lebensstil führen heutzutage in den meisten Fällen zu Arthrose, nicht schwere Arbeit, Sport oder andere Faktoren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter "Mythen" auf unserer Webseite.

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Die Symptome

Schmerz ist für die meisten Menschen das hervorstechendste Symptom von Arthrose. Dieser Schmerz tritt typischerweise zu Beginn der Bewegung sowie bei längerer Belastung auf und verstärkt sich häufig im Verlauf des Tages. In fortgeschrittenen Stadien können auch Ruhe- und Nachtschmerzen auftreten. Die Steifheit bei Arthrose manifestiert sich meist als Anlaufschwierigkeit, die nach einigen Minuten nachlässt. An den Gelenkrändern können knöcherne Auswüchse (Knochenauswüchse) tastbar sein. Zusätzlich zu diesen knöchernen Veränderungen sind häufig Weichteilschwellungen und Schwellungen des Gelenks zu beobachten.

Ein charakteristisches Merkmal der Arthrose sind hörbare und spürbare Crepitationen (Knacken und/oder Knirschen), die vermutlich durch raue Gelenkoberflächen und die knöchernen Auswüchse an den Gelenkrändern verursacht werden und entlang der Bänder gleiten. Gelegentlich kann es zu einer entzündlichen Reaktion kommen, die Schmerzen, Schwellungen und eine Erwärmung des Gelenks verursachen kann.

Ein weiteres Kennzeichen der Arthrose ist die Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit. Durch fortschreitende Veränderungen im Gelenk können auch Veränderungen in der Gelenkstellung auftreten, wie beispielsweise eine X- oder O-Beinstellung des Knies. Diese Veränderungen können häufig zu Instabilitätsbeschwerden führen. Probleme mit der Stabilität tragen dazu bei, dass Betroffene sich bei bestimmten Aktivitäten unsicher fühlen. Arthrose kann die Ausführung alltäglicher Aktivitäten beeinträchtigen, wie Gehen, Treppensteigen, Sitzen, Aufstehen sowie das Anziehen von Socken und Schuhen.

Die Mythen

Der Gelenkverschleiß allein führt nicht zwangsläufig zu Schmerzen.

Bildgebende Verfahren wie Röntgen und MRT zeigen häufig Arthrosebefunde, selbst bei Patienten ohne Beschwerden. Es besteht nur ein moderater Zusammenhang zwischen struktureller Arthrose und Schmerzen, und über 40 % der Menschen mit Kniearthrose haben keine Schmerzen oder Einschränkungen. Inzwischen ist eine bildgebende Diagnostik zur reinen Arthroseerkennung nicht mehr erforderlich, es sei denn, es besteht der Verdacht auf Gicht, Infektionen oder entzündliche Erkrankungen.

Ein weiteres Argument gegen die direkte Verbindung von Gelenkverschleiß und Schmerz ist, dass Gewichtsverlust bei übergewichtigen Personen mit diagnostizierter Arthrose eine effektive Schmerztherapie darstellt. Dies legt nahe, dass Gelenkverschleiß nicht allein für die Schmerzen verantwortlich ist, da sich die Gelenke durch Gewichtsabnahme strukturell nicht signifikant verändern.

Viele Menschen machen schwere Arbeit oder sportliche Aktivitäten für die Entstehung von Arthrose verantwortlich. Jedoch zeigen Forschungsergebnisse, dass berufliche und freizeitliche Aktivitäten nur einen geringen Einfluss auf die strukturellen Veränderungen haben. Studien an genetisch eineiigen Zwillingen, von denen eine schwere körperliche Arbeit verrichtet und der andere eine sitzende Tätigkeit ausübt, zeigen ähnliche MRT-Befunde. Dies verdeutlicht, dass Aktivitätsniveau allein nicht entscheidend für die strukturellen Veränderungen ist.

Was weniger bekannt ist: Regelmäßige Gelenkbewegung und Belastung halten den Gelenkknorpel gesund, indem sie die Zufuhr von Nährstoffen fördern und Abfallprodukte entfernen, ähnlich wie beim Auswringen eines Schwamms. Chronische Unterbelastung der Gelenke hingegen fördert weder die Ernährung des Knorpels noch die Entfernung schädlicher Abfallprodukte. Bewegungsmangel und ein ungesunder Lebensstil sind daher die Hauptursachen und Treiber für Arthrose, nicht der Verschleiß allein.

Passive Maßnahmen haben einen begrenzten Wert in der Behandlung von Arthrose.

In der Physiotherapie werden häufig passive Maßnahmen wie Massagen und manuelle Therapie angewendet. Forschung zeigt jedoch, dass Massagen auf muskulärer und Durchblutungsebene kaum bis keine Wirkung haben. Manuelle Therapie kann helfen, Gelenkfunktionsstörungen zu korrigieren, aber da diese oft durch Knorpelveränderungen bei Arthrose verursacht werden, ist ihr Einfluss begrenzt. Daher wird sie bei dieser Diagnose nur selten angewendet, möglicherweise am Anfang, um die Voraussetzungen für aktive Therapien zu schaffen.

In der medizinischen Praxis sind bekannte passive Maßnahmen wie Akupunktur und orthopädische Einlagen zu finden. Akupunktur hat wahrscheinlich nur einen geringen oder keinen Effekt auf die Schmerzreduktion im Vergleich zu Placebo-Behandlungen. Orthopädische Einlagen zeigen keinen signifikanten Effekt auf Schmerz oder Funktion im Vergleich zu normalen Einlagen.

Zum Thema Laufen und Arthrose: Studien zeigen, dass Freizeit laufen nicht mit einem erhöhten Risiko für Kniearthrose assoziiert ist und sogar das Risiko für Hüftarthrose reduzieren kann.

Obwohl Joggen bei diagnostizierter Arthrose oft problematisch ist, kann eine Rückkehr zum Laufen möglich sein, nachdem eine graduell gesteigerte Belastung, Kräftigung und möglicher Gewichtsverlust stattgefunden haben.

Schwimmen und Fahrrad fahren werden oft als gelenkschonende Aktivitäten für Menschen mit Arthrose empfohlen. Diese Aktivitäten sind zwar gut für die Gelenke, jedoch ist eine gewisse Belastung und Kompression wichtig, damit der Knorpel Nährstoffe aufnehmen, Abfallprodukte entfernen und seine Schmierfunktion verbessern kann.

Gelenkersatzoperationen sind nicht immer notwendig: Nur etwa 30 % der Patienten mit Kniegelenkarthrose erhalten im Laufe ihres Lebens einen Gelenkersatz. Mit einem angemessenen Management der Schmerzen, einer gezielten Trainingsbehandlung und möglicher Gewichtsabnahme können viele Operationen vermieden werden.

Operation? Ja oder Nein?

Patienten wird oft mitgeteilt, dass sie möglicherweise in zwei Jahren einen Gelenkersatz benötigen. Jedoch ist ein Gelenkersatz für jemanden, der den Umgang mit Schmerzen nicht vollständig verstanden hat und keine angemessene Trainingstherapie oder Gewichtskontrolle versucht hat, möglicherweise nicht die geeignete Option. Es ist ebenfalls wichtig, Patienten zu identifizieren, die potenziell nicht gut auf einen Gelenkersatz ansprechen könnten. Dazu zählen Patienten mit geringer Schmerzintensität, minimalen radiologischen Veränderungen, starkem Übergewicht, breitflächigen Schmerzen und psychischen Belastungen. Diese Faktoren können oft durch nicht-operative Behandlungen angegangen werden.

Falls dennoch ein Gelenkersatz erwogen wird, ist es entscheidend zu verstehen, dass dieser nur im Endstadium der Arthrose in Betracht gezogen werden sollte, nachdem ein sechsmonatiger Versuch konservativer Therapien gescheitert ist. Es sollten erhebliche Einschränkungen vorliegen, wie etwa Schlafverlust durch Schmerzen oder deutlich verringerte Laufdistanzen. Obwohl ein Gelenkersatz eine wirksame und sichere Operation darstellt, sind wie bei jeder Operation Risiken verbunden. Bis zu 25 % der Patienten können auch nach einer Gelenkersatzoperation weiterhin unter Schmerzen und Funktionsstörungen leiden.

Je nach Grad und Lokalisation der Arthrose wird oft eine Teilprothese anstelle eines kompletten Gelenkersatzes verwendet. Teilprothesen bieten aufgrund ihrer schnelleren Heilungs- und Rehabilitationszeiten sowie einer geringeren Komplikationsrate eine weitere Option.

Eine weitere chirurgische Option bei Arthrose ist die Arthroskopie, bei der ein Arthroskopie durch kleine Hautschnitte in das Gelenk eingeführt wird, um mittels Mini-Videokamera Bilder aus dem Gelenk zu übertragen und zu untersuchen. Studien haben gezeigt, dass eine Arthroskopie bei Arthrose keinen klaren Nutzen gegenüber einer Placebo-Behandlung aufweist und mit deutlich mehr Nebenwirkungen verbunden sein kann.

Als Patient oder Arzt können Sie von uns folgendes erwarten:

Bei jedem unserer neuen Patienten können Sie, Folgendes erwarten:

Zu Beginn der ersten Therapiesitzung führen wir ein ausführliches Anamnesegespräch durch, geleitet von einem unserer Therapeuten. Dabei evaluieren wir relevante Informationen für die Therapie und schließen mögliche Kontraindikationen oder "Red Flags" aus. Anschließend erfolgt eine gründliche Untersuchung, um den aktuellen Rehabilitationsstand präzise zu bestimmen.

Gemeinsam mit dem Patienten erstellen wir ein individuelles Anforderungsprofil, das speziell auf die täglichen Anforderungen im Leben des Patienten abgestimmt ist. Unser Ziel ist es, einen klaren IST-Zustand zu erfassen und mittels erster Planungen den zu erreichenden Soll-Zustand zu definieren. Dieser Therapieprozess wird kontinuierlich überwacht und evaluiert, um jederzeit den aktuellen Leistungsstand des Patienten zu dokumentieren.

Um diese Methodik noch effektiver zu gestalten und das volle Potenzial der Behandlung auszuschöpfen, bieten wir optional eine erweiterte Therapiedauer an. Diese Zusatzleistung ermöglicht es unseren Therapeuten, noch effizienter am Therapieprozess zu arbeiten und eine qualitativ hochwertige Behandlung zu gewährleisten, was das Therapieergebnis optimiert.

Zudem ist es wichtig zu verstehen, dass der Gelenkknorpel keine eigene Nerven- oder Blutversorgung hat. Er erhält seine Nährstoffe aus der Synovialflüssigkeit und dem umgebenden Knochengewebe. Diese Flüssigkeit wird durch Belastung stimuliert und nach Entlastung wieder aufgenommen, ähnlich wie beim Auswringen eines Schwamms. Daher ist körperliche Aktivität entscheidend, um die normale Funktion und Gesundheit des Knorpels zu unterstützen und die Schmierfunktion zu verbessern.

Durch Training können wir nicht nur die Versorgung und Qualität des vorhandenen Knorpels optimieren, sondern auch die Schmierfunktion durch Lubricin unterstützen, das Entzündungen entgegenwirkt und als Gleitmittel wirkt. Obwohl neues Knorpelgewebe nicht gebildet werden kann, können wir durch Bewegung die Gesundheit der umgebenden Strukturen wie subchondralen Knochen, Gelenkkapseln, Bänder und Muskulatur verbessern, die alle von Arthrose betroffen sein können.

Bei uns sieht das Training bei Arthrose wie folgt aus:

Erhöhung der allgemeinen Belastbarkeit: Ein zentraler Bestandteil ist die Erhöhung der allgemeinen Aktivität im Alltag. Dies umfasst tägliche Bewegung von 20 bis 40 Minuten mit einer Herzfrequenz von etwa 140, was durch das Erreichen von etwa 10.000 Schritten pro Tag erreichbar ist. Diese erhöhte Aktivität hat mehrere Vorteile:

  • Reduktion von Übergewicht, was die Gelenke entlastet.
  • Verbesserung der Durchblutung, wodurch Entzündungsmediatoren ausgewaschen und schmerzlindernde Effekte erzielt werden.
  • Steigerung der allgemeinen Belastbarkeit, Förderung der Regeneration und Schutz vor Überbelastungsschäden.

Obwohl diese erhöhte Aktivität außerhalb der Therapiesitzungen stattfindet, ist sie eine wichtige „Hausaufgabe“ für den Patienten. Falls anfänglich Probleme wie Schmerzen auftreten, beginnen wir mit der Erhöhung der spezifischen Belastbarkeit, um diese Aktivität später zu ermöglichen.

Erhöhung der spezifischen Belastbarkeit: Um die spezifische Belastbarkeit zu verbessern, führen wir gezieltes Krafttraining durch. Je nach Ort der Arthrose werden verschiedene Übungen ausgeführt, die das betroffene Gelenk belasten. Bei Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk können dies beispielsweise Kniebeugen, Ausfallschritte, Kreuzheben oder Beinpresse sein. Während der Übungen muss im betroffenen Gelenk eine Kompression aufgebaut werden, ähnlich wie beim Ausdrücken eines Schwamms, um die Nährstoffversorgung des Knorpels zu fördern.

Das Krafttraining erfolgt im Bereich der Kraftausdauer, mit 3 bis 5 Durchgängen von 12 bis 20 Wiederholungen pro Übung. Das Tempo der Wiederholungen ist langsam und kontrolliert, um die Gelenke nicht übermäßig zu belasten. Schnelle Bewegungen können die Gelenke zusätzlich strapazieren, was insbesondere zu Beginn des Trainings vermieden werden sollte.

Es ist ratsam, dieses Training über einen längeren Zeitraum mehrmals pro Woche durchzuführen. Obwohl wir in der Physiotherapie zeitliche und frequenzielle Einschränkungen haben, bieten wir Möglichkeiten, ein häufigeres und längeres Training außerhalb der Therapiesitzungen zu unterstützen.

Umgang mit Schmerzen und Fortschritt: Am Anfang kann das Training zu einer leichten Verschlimmerung der Schmerzen führen, und Schmerzen während des Trainings sind normal. Diese sollten sich jedoch mit der Zeit verringern, wenn der Patient aktiver und fitter wird. Bewegung ist entscheidend, um die Belastbarkeit der Gelenke zu steigern und ihre Gesundheit zu fördern, selbst wenn Schmerzen auftreten.

Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme: Bei Übergewicht oder einer ungesunden Ernährung ist eine Gewichtsabnahme bei Arthrose unerlässlich. Bereits ein Gewichtsverlust von 5 % kann zu einer signifikanten Schmerzreduktion führen, und eine Reduktion um 10 % kann die Schmerzen um 50 % verringern und die Notwendigkeit eines Gelenkersatzes reduzieren.

Eine Ernährungsumstellung, die reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Selen, Magnesium und Zink ist, kann die schmerzlindernden Effekte anderer Therapien unterstützen. Lebensmittel wie Beeren, Gemüse, fettreicher Fisch, Kurkuma, Ingwer und grüner Tee sind hier besonders hilfreich.

Ganzheitlicher Ansatz: Wir behandeln nicht nur die lokale Arthrose, sondern berücksichtigen auch andere Faktoren wie Ernährung, Lebensstil, Entzündungen und allgemeine Gesundheit. Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, hoher Stress und schlechter Schlaf können chronische Entzündungen fördern und damit Arthrose sowie andere Krankheiten beeinflussen.

Zusammenarbeit für beste Ergebnisse: Eine enge Kooperation zwischen Therapeuten und Patienten ist entscheidend für ein optimales Therapieergebnis. Wir unterstützen Sie während des gesamten Therapieprozesses und bieten Ihnen die notwendigen Werkzeuge und Unterstützung, um Ihre Gesundheit und Belastbarkeit zu verbessern.

Unser Ziel ist es, Ihnen zu zeigen, dass eine Arthrose-Diagnose nicht das Ende bedeutet. Mit einer strukturierten Therapie, Selbstverantwortung und Kooperation zwischen Ihnen und unseren Therapeuten können wir viel erreichen.

Fazit

Ein ganzheitlicher Ansatz zur Bewältigung von Arthrose

Bei der Therapie von Arthrose steht ein ganzheitlicher Ansatz im Mittelpunkt, der auf Erhöhung der allgemeinen und spezifischen Belastbarkeit durch gezieltes Training, Ernährungsoptimierung und Gewichtsmanagement setzt. Durch tägliche Bewegung und Krafttraining wird nicht nur die Versorgung und Schmierung des Knorpels verbessert, sondern auch die umliegenden Strukturen gestärkt. Eine gesunde Ernährung, reich an entzündungshemmenden Nährstoffen, unterstützt den Therapieerfolg zusätzlich. Mit einer strukturierten Herangehensweise und aktiver Mitarbeit lassen sich Beschwerden lindern und die Lebensqualität deutlich steigern.

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