Gesundheit

Wieso Nackenschmerzen?

LEIDEN SIE ODER JEMAND, DEN SIE KENNEN, AN NACKENSCHMERZEN?

Wir haben alle wesentlichen Informationen zu diesem Thema auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.

Lieber Kunde, Patient und/oder (Fach)Arzt,

Mit dieser Seite möchten wir Ihnen einen Einblick in das Thema Nackenschmerzen gewähren, auf dessen Problematik verweisen, unser entsprechendes Vorgehen schildern und unsere Behandlungsmethode erläutern. Hierfür beziehen wir uns ausschließlich auf wissenschaftliche Studien und unsere jahrelange Erfahrung in der Praxis. Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, sich bereits im Vorhinein besser über die Thematik informieren und offene Fragen oder mögliche Unsicherheiten klären zu können, um so zu verstehen, was eigentlich hinter dieser Thematik steckt.

Jeder kennt Nackenschmerzen oder jemanden, der vielleicht längere Zeit darunter gelitten hat. Circa 70% der Weltbevölkerung erfährt im Laufe ihres Lebens Nackenschmerzen. Nackenschmerzen ist eine der häufigsten und kostenintensivsten Erkrankungen des Bewegungsapparates in der westlichen Gesellschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nackenschmerzen chronisch werden ist relativ hoch und liegt bei 15 – 19%. 2, 3, 4

Trotz der Tatsache, dass Nackenschmerzen komplex sind und immer von vielen Faktoren beeinflusst werden, sind diese meist nicht (lebens-)gefährlich. Zusätzlich haben Nackenschmerzen eine verhältnismäßig hohe Wahrscheinlichkeit auch ohne Therapie wieder zu verschwinden. In den meisten Fällen innerhalb von zwei Monaten. 2 

Damit Sie im Falle von Nackenschmerzen nun nicht direkt in Panik verfallen, wollen wir auf dieser Seite Näheres dazu anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse erklären, aber auch mit einigen hartnäckigen Mythen rund um dieses Thema aufräumen.

DEFINITION UND KLASSIFIKATION VON NACKENSCHMERZEN

Der Begriff “Nackenschmerzen” ist ein sehr weit gefasster Begriff. Wir sprechen hierbei nicht über Erkrankungen wie Arthrose, Osteoporose oder Sarkopenie (altersbedingter Muskelschwund), bei denen die Ursache der Beschwerden schnell ersichtlich ist. Es umschreibt einen Schmerzort, an dem die Ursachen und Symptome nicht klar abgrenzbar sind. Nackenschmerzen werden dabei in unspezifische Nackenschmerzen und spezifische Nackenschmerzen unterteilt. Unspezifische Nackenschmerzen sind Schmerzen ohne eine strukturelle, anatomische Ursache. Diese betreffen ca. 90% aller Patienten. Die spezifischen Nackenschmerzen werden in Patienten mit neurologischen Symptomen und Nackenschmerzen mit ernsthaften Erkrankungen unterteilt, jedoch trifft dies nur auf einen kleinen Anteil zu. 8

Unspezifisch ohne strukturelle Schädigung – Ca. 90% der Fälle

Der Großteil der Menschen, die unter Nackenschmerzen leiden, hat keine eindeutige anatomische Ursache für die Beschwerden. Selbst bei Röntgen-, MRT- oder CT-Untersuchungen können zwar Veränderungen sichtbar sein, diese sind jedoch meist altersbedingt und nicht die eigentlichen Auslöser der Schmerzen. So wie unsere Haut im Alter Falten bekommt, verändert sich auch unser Körperinneres. Studien zeigen, dass 90% der beschwerdefreien Menschen bei willkürlich durchgeführten MRTs ähnliche Veränderungen aufweisen.

Spezifisch mit neurologischen Symptomen – Ca. 8 – 9% der Fälle

Diese Patienten klagen über Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche. Ursachen können Irritationen des Nervs oder Bandscheibenvorfälle mit Druck auf den Nerv sein. Trotz dieser Beschwerden können auch diese Fälle unter sorgfältiger Beobachtung konservativ behandelt werden.

Spezifisch mit schwerwiegenden Erkrankungen – Ca. 1 – 2% der Fälle

Die seltensten Ursachen für Nackenschmerzen sind ernsthafte Erkrankungen, die medizinische Behandlung oder weitergehende Untersuchungen erfordern. Es sei jedoch betont, dass solche Fälle äußerst selten sind.

Einige Autoren führen zwei weitere Kategorien an:

Traumatisch: Meistens durch ein "Schleudertrauma" verursacht, bei dem der Kopf bei einem Verkehrsunfall abrupt nach vorne und hinten geschleudert wird.

Nicht-traumatisch: Diese Kategorie umfasst unspezifische und spezifische Nackenschmerzen mit neurologischen Symptomen, jedoch ohne ein auslösendes Ereignis.

Da unspezifische Nackenschmerzen den größten Teil der Fälle ausmachen, konzentrieren wir uns hauptsächlich auf diese Patientengruppe, sofern nicht anders angegeben.

Wie entsteht die Problematik?

Ähnlich wie bei Rückenschmerzen lässt sich bei unspezifischen Nackenschmerzen oft kein eindeutiger Auslöser identifizieren. Stattdessen ist es das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, das zu Nackenschmerzen, Muskelverspannungen, Bewegungseinschränkungen und allgemeinem Unwohlsein führt.

Schmerzen treten auf, wenn unser Nervensystem eine Bedrohung für den Körper erkennt. Daher können diverse Faktoren, die als Bedrohung empfunden werden – wie Gewebeveränderungen, Stress, Schlafstörungen und ein dauerhaft aktives Immunsystem – zur Entstehung von Schmerzen beitragen.

Abhängig vom Individuum, dessen Lebensstil, Vorgeschichte und spezifischen Umständen können diese Risikofaktoren eine unterschiedliche Rolle in der Entstehung und Aufrechterhaltung von Nackenschmerzen spielen. Die unten aufgeführten Bilder bieten eine visuelle Verdeutlichung dieser Zusammenhänge.

Somatische Faktoren
  • Gewebepathologien (z.B. Verlust der Muskelmasse)
  • Gewebebelastung
  • Reaktion des Immunsystems
  • Körpergewicht und Fettmasse
  • Rauchen
  • Nebenerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, etc.
  • Nackenschmerzen in der Vergangenheit
  • Hohe empfundene Muskelspannung
  • Asthma
  • Weibliche Geschlecht
  • Untere Rückenschmerzen
  • Sitzende Arbeit
Psychische Faktoren
  • Stress
  • Katastrophisierung
  • Kinesiophobie (Angst vor Bewegung)
  • Depressionen
  • Sorgen
  • Geringe Selbstwirksamkeit
  • Schlafstörungen
Soziale Faktoren
  • Büroarbeiter sind häufiger betroffen (bis zu 63,3% häufiger) 5
  • Einkommen
  • Sozialer Status
  • Familienstatus

Oft wird die Entstehung von Beschwerden mit einer Überlastung in Verbindung gebracht. Tatsächlich liegt das Problem jedoch meist darin, dass unser Körper durch verschiedene Faktoren an Belastbarkeit verloren hat und dadurch schneller Überlastungsprobleme auftreten.

Die Symptome

Da Nackenschmerzen von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, sind die damit verbundenen Einschränkungen und Beschwerden sehr individuell und variieren stark von Person zu Person. Hier sind einige der häufigsten Symptome:

  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Plötzlich stechender Schmerz
  • (Dauer)Schmerz bei Belastung und/oder in Ruhe
  • Muskelverspannungen
  • Abgeschlagenheit
  • Ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine
  • Kribbeln und Taubheitsgefühle

Weitere Informationen auch unter:

Die Diagnostik

Adäquate Diagnosestellung bei Nackenschmerzen

Um eine fundierte Diagnose bei Nackenschmerzen zu stellen, können drei wesentliche Untersuchungsmethoden angewendet werden. Diese dienen dazu, die Nackenschmerzen in die oben genannten Subgruppen einzuordnen und ernsthafte Ursachen zu identifizieren, die einer speziellen medizinischen Behandlung bedürfen und nicht physiotherapeutisch behandelt werden können.

  1. Anamnesegespräch: Hierbei werden Fragen zur aktuellen Problematik, dem Verlauf und den körperlichen Einschränkungen gestellt, um ein detailliertes Bild der Beschwerden zu erhalten.

  2. Körperliche Untersuchung: Diese beinhaltet verschiedene Bewegungs- und Funktionstests sowie Schmerzprovokations- und -reduktionstests, um die Ursache der Schmerzen besser einzugrenzen.

  3. Bildgebende Diagnostik: Falls erforderlich, können Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchungen durchgeführt werden, um genauere Einblicke in mögliche strukturelle Veränderungen zu gewinnen.

Warum ist bildgebende Diagnostik optional?

Die ersten beiden Untersuchungsmethoden sollten immer durchgeführt werden, während die bildgebende Diagnostik optional ist und nur bei Verdacht auf ernsthafte (spezifische) Erkrankungen durchgeführt werden sollte. Dies liegt daran, dass:

  1. Häufige Fehlalarme: Bildgebende Verfahren können oft Veränderungen zeigen, die nicht unbedingt die Ursache der Beschwerden sind. Studien haben gezeigt, dass auch Menschen ohne Nackenschmerzen häufig Veränderungen wie Arthrose oder Bandscheibenauffälligkeiten aufweisen, die im MRT sichtbar sind. Dies gilt nicht nur für die Wirbelsäule, sondern für alle Gelenke.
    1. Es besteht eine beträchtliche Varianz bei der Interpretation von Bildgebungsbefunden. Eine Studie aus dem Jahr 2017 verdeutlicht dies an einem Patienten mit stabilen, chronischen Rückenschmerzen, der innerhalb von 3 Wochen in 10 verschiedenen Zentren untersucht wurde. Die Ergebnisse der 10 Scans deuteten auf 49 verschiedene Probleme hin, wobei KEIN einziger dieser Befunde von ALLEN Radiologen identifiziert wurde. Was ein Radiologe als Bandscheibenvorfall interpretiert, könnte für einen anderen eine degenerative Bandscheibenerkrankung sein.

    Dennoch bedeutet dies nicht, dass bildgebende Diagnostik nutzlos ist oder nie verwendet werden sollte. Wie bereits erwähnt, sind diese Verfahren unverzichtbar, wenn der Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung besteht. MRT, CT und Röntgen sind in solchen Fällen entscheidend, um eine präzise Diagnose zu stellen und eine angemessene Behandlung einzuleiten. Bei Nackenschmerzen liegt die Wahrscheinlichkeit einer spezifischen oder schwerwiegenden Erkrankung jedoch nur bei etwa 2%.

    Ein unsachgemäßer Einsatz von Bildgebung kann zu unnötigen Sorgen und Problemen führen, die mehr schaden als nützen. Eine Untersuchung an über 57.000 älteren Menschen mit Rückenschmerzen, aber ohne Anzeichen für ernsthafte Pathologien, zeigt dies eindrücklich. Bei 46% dieser Personen wurde ohne klinische Notwendigkeit eine frühe Bildgebung durchgeführt, was zu einer längeren Einnahme starker Schmerzmittel, vermehrten Injektionen und Operationen sowie einem höheren Risiko für langfristige Schmerzen führte im Vergleich zu denen, die keine Bildgebung erhielten.

Die Mythen

Es wird häufig angenommen, dass sichtbare Probleme auf einem MRT zwangsläufig mit Schmerzen einhergehen müssen.

Diese Annahme entspricht jedoch nicht der Realität. Studien zeigen, dass nur etwa 10% der Menschen mit deutlichen degenerativen Veränderungen in der Halswirbelsäule tatsächlich Schulter- und Nackenschmerzen haben. Ähnlich verhält es sich bei Bandscheibenvorfällen: 90% der Menschen ohne Beschwerden zeigen auf MRT-Scans eine Bandscheibenvorwölbung. Dies deutet darauf hin, dass Veränderungen an der Wirbelsäule oft altersbedingt sind und nicht zwangsläufig Schmerzen verursachen. Im Gegenteil, es zeigt sich, dass die Häufigkeit von Nackenschmerzen im Alter abnimmt, während die Veränderungen in bildgebenden Verfahren zunehmen.

Ein weiterer Irrtum besteht in der Annahme, dass eine "krumme" Haltung Nackenschmerzen verursacht. Studien zeigen jedoch, dass die Haltung beim Sitzen oder die Nutzung von Smartphones keinen direkten Einfluss auf Schmerzen hat. Sowohl Personen mit einer "krummen" als auch mit einer aufrechten Haltung berichten gleichermaßen über Schmerzen. Dennoch ist es wichtig zu betonen, dass eine regelmäßige Variation der Körperhaltung am effektivsten zur Schmerzlinderung beiträgt. Dies unterstreicht den Merkspruch: "Ihre nächste Haltung ist ihre beste Haltung!"

Unsere Körper passen sich oft den täglichen Aktivitäten an. Selbst bei Kampfsportlern, die als Beispiel für eine nicht "optimale" Haltung dienen könnten (mit vorgeneigtem Kopf, vorgeschobenen Schultern und Rundrücken), zeigen sich keine Probleme. Tatsächlich können sie sogar Vorteile aus dieser Haltung ziehen.

Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse, die zeigen, dass Massagen wenig bis keinen Einfluss auf die Muskelspannung und das Bindegewebe haben können. Auf der anderen Seite ist ein verspannter Muskel oft auch ein geschwächter Muskel, daher sollte die Behandlung von verspannter Muskulatur eine aktive Komponente beinhalten, wie Übungen oder Training.

Der Nacken als Teil des Körpers kann durch gezieltes Training stark und widerstandsfähig werden, wie Untersuchungen im Autosport zeigen. Bei Demolition Derbies erleiden Fahrer im Durchschnitt etwa 52 Kollisionen pro Veranstaltung mit Geschwindigkeiten von bis zu 72 km/h. Trotz dieser extremen Belastungen geben die meisten Fahrer an, nach einem Crash weniger als 21 Tage lang Nackenschmerzen zu haben. Zudem kommt es selten zur Chronifizierung der Schmerzen aufgrund der Unfälle.

Der Glaube, dass ein Wirbel blockiert sei und eingerenkt werden müsse, ist häufig bei Nackenschmerzpatienten anzutreffen. Diese Vorstellung basiert oft auf der Annahme, dass eine Gelenkmanipulation notwendig sei, um Beschwerden zu lindern. Jedoch gibt es bei unspezifischen Nackenschmerzen oft keinen anatomischen Zusammenhang zu solchen Blockaden. Stattdessen reagiert unser Nervensystem möglicherweise durch Muskelverspannungen, die subjektiv als Blockade oder Bewegungseinschränkung empfunden werden können.

Forschungen haben gezeigt, dass das Knackgeräusch bei Gelenkmanipulationen nicht durch das Einrenken von Wirbeln entsteht, sondern durch die Bildung und Auflösung von Gasblasen in flüssigkeitsgefüllten Räumen innerhalb der Gelenke. Dieser Mechanismus kann kurzfristig zu einer Linderung der Beschwerden führen, ohne dass tatsächlich Wirbel verschoben werden.

Sollte eine Operation in Betracht gezogen werden?

Bei der überwältigenden Mehrheit der Patienten mit Nackenschmerzen ist eine Operation nicht ratsam. Nur in seltenen Fällen von spezifischen Nackenschmerzen aufgrund schwerwiegender Erkrankungen könnte eine Operation in Betracht gezogen werden. Nach heutigem Wissensstand sollte bei unspezifischen Nackenschmerzen zunächst eine konservative Therapie angestrebt werden.

Patienten haben oft unrealistische Vorstellungen über die Wirksamkeit einer Operation bei Nackenschmerzen. Eine Untersuchung zeigt, dass 50% der Befragten einer Operation zustimmen würden, sobald auf einer Bildgebung wie MRT oder CT eine "krankhafte" Veränderung sichtbar wäre.

Gleichzeitig ist bekannt, dass solche "krankhaften" Veränderungen in den Gelenken und Strukturen des Nackens bei 90% der Menschen ohne Beschwerden ebenfalls gefunden werden können. Diese sollten jedoch eher als normale Alterserscheinungen betrachtet werden, vergleichbar mit Falten auf der Haut.

Welche Art von Unterstützung können Sie als Patient oder Arzt von uns erhalten?

Bei jedem neuen Patienten führen wir zu Beginn der ersten Therapiesitzung ein ausführliches Anamnesegespräch durch, um relevante Informationen für die Therapie zu sammeln. Anschließend erfolgt eine gründliche körperliche Untersuchung, um den aktuellen Rehabilitationsstand genau zu erfassen. Dabei identifizieren wir Risikofaktoren und achten besonders auf klinische Zeichen und Symptome, die auf spezifische Nackenerkrankungen hinweisen könnten, auch bekannt als "Red Flags". Solche Anzeichen können eine medizinische Vorgeschichte, Blasen- oder Darmsymptome, motorische Schwäche oder Empfindungsstörungen in den Beinen, Fieber oder nächtliche Schweißausbrüche, unerklärlichen Gewichtsverlust und andere sein. Sollte während des Anamnesegesprächs oder der Untersuchung der Verdacht auf Red Flags bestehen, verweisen wir den Patienten an den behandelnden Arzt zurück. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass dies nur selten der Fall ist.

Gemeinsam mit dem Patienten entwickeln wir ein individuelles Anforderungsprofil, das speziell auf seine täglichen Anforderungen im Leben abgestimmt ist. Unser Ziel ist es, einen klaren IST-Zustand zu definieren und durch gezielte Planungen den angestrebten Soll-Zustand zu formulieren. Diesen Weg gehen wir durch die Durchführung und kontinuierliche Überwachung der Therapie, um jederzeit über den aktuellen Leistungsstand des Patienten informiert zu sein.

Für eine effizientere Behandlung und um das volle Potenzial der Therapie auszuschöpfen, bieten wir optional die Möglichkeit einer erweiterten Therapiedauer an. Dadurch können unsere Therapeuten noch effektiver am Therapieprozess arbeiten, was zu einer qualitativ hochwertigen Therapie und einer Optimierung des Therapieergebnisses führt.

UNSER VORGEHEN BEI NACKENSCHMERZEN

Nackenschmerzen sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und treten häufig auf. Ihre Behandlung gestaltet sich ebenso komplex, was keine Standardlösung bedeutet, sondern eine individualisierte Herangehensweise erfordert.

Basierend auf nationalen und internationalen wissenschaftlichen Leitlinien liegt unser Fokus bei der Behandlung von Nackenschmerzen auf einer aktiven Therapie. Diese umfasst regelmäßige körperliche Aktivität und Verhaltensanpassungen, durch die der Patient seine Gesundheit eigenständig unterstützen und präventiv handeln kann.

Besonders die Patientenaufklärung mittels Erklärung und Beratung halten wir für entscheidend. Hierfür nehmen wir uns während des gesamten Therapieverlaufs viel Zeit und nutzen diese Plattform, um Sie bestmöglich zu informieren und zu beraten. Unser übergeordnetes Ziel ist es, den Patienten einen selbstwirksamen Ansatz zu vermitteln, um die Belastbarkeit gegenüber externen Stressoren zu erhöhen. Durch einen gesunden Lebensstil, angemessene Erholung und regelmäßige körperliche Aktivität kann die Stressresistenz im Alltag gesteigert und individuelle Risikofaktoren, die zu Nackenschmerzen führen können, minimiert werden.

Zusätzlich zur aktiven Therapie können bei Bedarf Techniken aus der manuellen Therapie oder Osteopathie eingesetzt werden. Diese dienen jedoch lediglich als ergänzende Maßnahmen, da die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung in der aktiven Therapie gelegt wird.

Die Wissenschaft und unsere Erfahrung zeigen, dass passive Behandlungsmethoden bei Nackenschmerzen kurzfristig Symptome lindern können, langfristig jedoch weniger effektiv sind. Dies kann dazu führen, dass Patienten eine Abhängigkeit von passiven Behandlungen entwickeln. Im Gegensatz dazu bieten aktive Therapiemethoden langfristige Vorteile, da sie die Effekte der Behandlung längerfristig aufrechterhalten und der Patient in der Lage ist, diese selbstständig außerhalb der Therapiesitzungen fortzuführen.

Wir führen nur gelegentlich eine Massage als ergänzende Maßnahme durch, da Studien gezeigt haben, dass Massagen bei Nackenschmerzen nicht so effektiv sind wie früher angenommen. Entsprechend nationaler und internationaler Leitlinien raten wir von einer Massagetherapie bei Nackenschmerzen ab.

PARADIGMENWECHSEL IN DER BEHANDLUNG VON NACKENSCHMERZEN

In der Physiotherapie gehen wir einen anderen Weg bei der Behandlung von Nackenschmerzen als üblich. Viele Patienten erwarten bei einer Verordnung für Physiotherapie häufig passive Behandlungen wie Massagetherapie, obwohl die Verordnung "Krankengymnastik" lautet. Unser Ansatz zielt darauf ab, diesen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Nackenschmerzen zu fördern, indem wir einen aktiven Therapieansatz statt passiver Behandlungen verfolgen.

Der genaue Ansatz in der aktiven Therapie bei Nackenschmerzen variiert individuell, da die Schmerzen und Einschränkungen der Patienten unterschiedlich sind. Unsere Therapie orientiert sich häufig an den Leitlinien der International Academy for Sportscience.

Sobald wir festgestellt haben, dass dieser Ansatz für den Patienten geeignet ist, führen wir eine funktionelle Diagnostik durch. Diese zeigt, welche Bewegungen und Aktivitäten schmerzhaft oder eingeschränkt sind und welche Einschränkungen im täglichen Leben, bei der Arbeit oder beim Sport auftreten. Wir wiederholen diese Bewegungen während des Rehabilitationsverlaufs schmerzfrei und graduell, um die spezifische Belastbarkeit zu verbessern. Durch diese gezielte Trainingsmethode wird der Körper des Patienten besser auf die schmerzhaften Bewegungen vorbereitet und die Schmerzen können langfristig reduziert werden.

LASSEN SIE UNS ZUSAMMEN DAS BESTE AUS IHRER THERAPIE MACHEN

Eine erfolgreiche Therapie erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und Patienten. Wir bieten Ihnen auf dieser Seite eine umfassende Übersicht über Ihr Problem. Trotz der Häufigkeit von Nackenschmerzen ist die Prognose in der Regel sehr gut, und die meisten Nackenschmerzen verschwinden innerhalb von zwei Monaten, auch ohne spezifische Therapie. Wir begleiten Sie durch Ihren gesamten Therapieprozess und unterstützen Sie dabei. Verlassen Sie sich auf unsere Fachkompetenz, kooperieren Sie mit uns und übernehmen Sie Selbstverantwortung, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen.

Fazit

Aktive Therapieansätze bei Nackenschmerzen

Die Behandlung von Nackenschmerzen erfordert eine individuelle Herangehensweise, die auf aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien basiert. Durch eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung identifizieren wir relevante Informationen und Risikofaktoren. Ziel ist es, durch gezielte Aufklärung und Beratung die Selbstwirksamkeit der Patienten zu stärken.

Unsere Therapie konzentriert sich auf die Verbesserung der spezifischen Belastbarkeit durch schmerzfreie Bewegungsübungen im Alltag, bei der Arbeit und im Sport. Ergänzend kommen Techniken aus der manuellen Therapie oder Osteopathie zum Einsatz. Wir setzen auf einen ganzheitlichen Ansatz, der weniger auf passive Behandlungsmethoden wie Massagen setzt, sondern auf langfristige Selbstständigkeit und Belastbarkeit der Patienten.

Unser Ziel ist es, Ihnen die Werkzeuge zu geben, um Ihre Nackenschmerzen eigenständig zu managen und zu reduzieren. Während des gesamten Therapieprozesses stehen wir Ihnen unterstützend zur Seite, damit Sie optimal von unserer Behandlung profitieren können.

Quellenangaben:
  • Adams MA, Dolan P.(1996). Time- dependent changes in the lumbar spine´s resistance to bending. Clinical Biomechanics. 11(4):194-200.
  • Adams MA, Hutton WC.(1982).Mechanical factors in the etiology of low back pain. Orthopedics.5(11):1461-5.
  • Almeida M, Saragiotto B, Richards B, Maher CG.(2018). Primary care management of non- specific low back pain: key messages from recent clinical guidelines. Med J Aust. 208(6):272-275.doi:10.5694/mja17.01152.
  • Bardin LD, King P, Maher CG. (2017).Diagnostic triage for low back pain: a practical approach for primary care. Medical Journal of Australia.306(6):268-273.
  • Berglund L, Aasa B, Hellqvist J, Michaelson P, Aasa U.(2015).Which Patients With Low Back Pain Benefit From Deadlift Training? J Strength Cond Res. 29(7):1803-11.doi:10.1519/JSC.0000000000000837.
  • Bertelsmann Stiftung.(2016). Rückenschmerzen: Viele Arztbesuche und unnötige Bilder- Patienten sind medizingläubig, Ärzte technikorientiert. Spotlight Gesundheit.5:2-8.
  • Bontrup C, Taylor WR, Fliesser M, Visscher R, Green T, Wippert PM, Zemp R.(2019).Low back pain and its relationship with sitting behaviour among sedentary office workers. Appl Ergon.81:102894.doi:10.1016/j.apergo.2019.102894.
  • Bons SB, MAJP; van den Donk M, Koes B, Kuijpers T, Ostelo RW, Schaafstra A, Spinnewijn WE, Verburg Oorthuizen AF, Verweij HA.(2017).NHG guideline for aspecific low- back pain. webpage: https://richtlijnen.nhg.org/standaarden/aspecifieke-lagerugpijn
  • Brinjikji W, Luetmer PH, Comstock B, Bresnahan BW, Chen LE, Deyo RA, Halabi S, Turner JA, Avins AL, James K, Wald JT, Kallmes DF, Jarvik JG.(2015). Systematic literature review of imaging features of spinal degeneration in asymptomatic populations. AJNR Am J Neuroradiol.36(4):811-6.doi:10.3174/ajnr.A413
  • Buchbinder R, van Tulder M, Öberg B, Costa LM, Woolf A, Schoene M, Croft P. (2018).Low back pain: a call for action. Lancet.391(10137):2384-2388.doi:10.1016/S0140-6736(18)30488-4.
  • Buchbinder R, Underwood M, Hartvigsen J, Maher CG.(2020). The Lancet Series call to action to reduce low value care for low back pain: an update. Pain.161(Suppl 1):S57-64.doi:10.1097/j.pain.0000000000001869
  • Callaghan JP, McGill SM.(2001).Low back joint loading and kinematics during standing and unsupported sitting.Ergonomics.44(3):280-94.doi:10.1080/00140130118276.
  • Casser HR. (2018).Clinical practice guideline: Non- specific low back pain. MMW Fortschr Med.160(16):56-59.doi:10.1007(s15006-018-0939-5.
  • Chou R, Quaseem A, Snow V, Casey D, Cross JT, Shekelle P, Owens D, Clinical Efficacy Assessment Subcommittee of the American College of Physicians; American College of Physicians; American Pain Society Low Back Pain Guidelines Panel.(2007). Diagnosis and treatment of low back pain: a joint clinical practice guideline from the American College of Physicians and the American Pain Society. Ann Intern Med.147(7):478-91.doi:10.7326/0003-4819-147-7-200710020-00006.
  • Chou R, Fu R, Carrino JA, Deyo RA.(2009). Imaging strategies for low- back pain: systematic review and meta- analysis. Lancet.373(9662):463-72.doi:10.1016/S0140-6736(09)60172-0.
  • Chou R, Qaseem A, Owens DK, Shekelle P, Clinical Guidelines Committee of the American College of Physicians.(2011). Diagnostic imaging for low back pain: advice for high- value health care from the American College of Physicians. Ann Intern Med.154(3):181-9.doi:10.7326/0003-4819-154-3-201102010-00008.
  • Costa LC, Maher CG, Hancock MJ, McAuley J, Herbert RD, Costa LO.(2012).The prognosis of acute and persistent low- back pain: a meta-analysis.CMAJ.184(11):E613-24.doi :10.1503/cmaj.111271.
  • Coulter IA, Crawford C, Hurwitz EL, Vernon H, Khorsan R, Booth MS, Herman PM,(2018). Manipulation and mobilization for treating chronic low back pain: a systematic review and meta- analysis. Spine J. 18(5):866-879.doi:10.1016/j.spine.2018.01.013.
  • Dahm K, Burberg KG, Jamtvedt G, Hagen KB. (2010). Adviced rest in bed versus advice to stay active for acute low- back pain and sciatica. Cochrane Database Syst Rev. 16(86):CD07612.doi:10.1002/14651858.CD007612.pub2.
  • Damkot DK, Pope MH, Lord J, Frymoyer JW.(1984). The relationship between work history, work environment and low-back pain in men.Spine (Phila Pa 1976).9(4):395-9.doi:10.1097/00007632-198405000-00012.
  • Darlow B, Forster BB, O´Sullivan K, O´Sullivan P. (2016).It is time to stop causing harm with inappropriate imaging for low back pain. Br J Sports Med.51(5):doi:10.1136/bjsports-2016-096741
  • De Carvalho DE, de Luca K, Chiro M, Funabashi M, Breen A, Wong AY, Johannsson MS, Ferreira ML, Swab M, Kawchuk GN, Adams J, Hartvigsen J. (2020).Association of Exposure to Seated Postures With Immediate Increases in Back Pain: A Systematic Review of Studies With Objectively Measured Sitting Time. Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics. 43(1):1-12.
  • Defrin R, Benyamin SB, Aldubi RD, Pick CG. (2005).Conservative Correction of Leg- Length Discrepancies of 10mm or Less for Relief of Chronic Low Back pain. Archives of Physical Medicine and Rehabilitation.86(11):2075-2080.
  • Downie A, Hancock M, Jenkins H, Buchbinder R, Harris I, Underwood M, Goergen S, Maher CG. (2020).How common is imaging for low back pain in primary and emergency care? Systematic review and meta- analysis of over 4 million imaging requests across 21 years. Br J Sports Med. 54(11):642-651.doi:10.1136/bjsports-2018-100087.
  • Draper- Rodi J, Vogel S, Bishop A.(2018). Identification of prognostic factors and assessment methods on the evaluation of non- specific low back pain in biopsychosocial environment. International Journal of Osteopathic Medicine.30:25-34.doi:https://doi.org/10.1016/j.ijosm.2018.07.001
  • Farra DF, Risio RG, Vismara L, Bergna A.(2021).Effectiveness of osteopathic interventions in chronic non- specific low back pain: A systematic review and meta-analysis. Complement Ther Med.56:102616.doi:10.1016/j.ctim.2020.102616.
  • Flynn TW, Smith B, Chou R.(2011). Appropriate use of diagnostic imaging in low back pain: reminder that unnecessary imaging may do as much harm as good. J Orthop Sports Phys Ther. 41(11):838-46.doi:10.2519/jospt.2011.3618.
  • Foster NE, Anema JR, Cherkin D, Chou R, Cohen SP, Gross DP, Ferreira PH, Fritz JM, Koes BW, Peul W, Turner JA, Maher CG, Lancet Low Back Pain Series Working Group. (2018). Prevention and treatment of low back pain : evidence, challenges, and prmising directions.Lancet.391(10137):2368-2383.doi:10.1016/S0140-6736(18)30489-6
  • Franke H, Franke JD, Fryer G.(2014). Osteopathic manipulative treatment for nonspecific low back pain: A systematic review and meta- analysis. BMC Musculoskelet. Disord. doi:10.1186/1471-2474-15-286
  • Freburger JK, Holmes GM, Agans RP, Jackman AM, Darter JD, Wallace AS, Castel LD, Kalsbeek WD, Carey TS. (2009).The rising prevalence of chronic low back pain. Arch Intern Med. 169(3):251-8.doi:10.1001/archinternmed.2008.543.
  • Gagnon D, Plamondo A, Lariviere C.(2018). A comparison of lumbar spine and muscles loading between male and female workers during box transfers. J Biomech. 81:76-85.
  • Geisser ME, Wiggert EA, Haig AJ, Colwell MO.(2005). A randomized, controlled trial of manual therapy and specific adjuvant exercise for chronic low back pain. Clin J Pain.21(6):463-70.doi:10.1097/01.ajp.0000135237.89834.23.
  • GBD 2015 Disease and Injury Incidence and Prevalance Collaborators.(2016).Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 310 disease and injuries, 1990-2015: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2015.Lancet.388(10053):1545-1602.
  • Gofton JP.(1985).Persistent low back pain and leg length disparity. The Journal of Rheumatology.12(4):747-750.
  • Globe G, Farabaugh RJ, Hawk C, Kaeser M, Dehen M. Augat T.(2016).Clinical Practice Guideline: Chiropractic Care for Low Back Pain. Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics.39(1):1-22.
  • Hagen K, Jamtvedt G, Hilde G, Winneman MF.(2005).The updated Cochrane review of bed rest for low back pain and sciatica. Spine (Phila Pa 1976).30(5):542-6.doi:10.1097/01.brs.0000154625.02586.95
  • Hartvigsen J, Hancock MJ, Kongsted A, Louw Q, Ferreira ML, Genevay S, Hoy D, Karppinen J, Pransky G, Sieper J, Smeets RJ, Underwood M, Lancet Low Back Pain Series Working Group.(2018).What low back pain is and why we need to pay attention.Lancet.391(10137):2356-2367.doi:10.1016/S0140-6736(18)30480-X.
  • Haselgrove C, Straker L, Smith A, O´Sullivan P, Perry M, Sloan N. (2008).Perceived school bag load, duration of carriage, and method of transport to school are associated with spinal pain in adolescents: an observational study. Australian Journal of Physiotherapy.54(3):193-200
  • Hoy D, Brooks P, Blyth F, Buchbinder R. (2010).The Epidemiology of low back pain. Best Pract Res Clin Rheumatol.24(6):769-81.doi:10.1016/j.berh.2010.10.002.
  • Hoy D, March L, Brooks P, Llyth F, Woolf A, Bain C, Williams G, Smith E, Vos T, Barendregt J, Murrray C, Burstein R, Buchbinder R.(2014).The global burden of low back pain: estimates from the Global Burden of Disease 2010 study. Ann Rheum Dis.73(6):968-74.doi:10.1136/annrheumdis-2013-204428.
  • Itz CJ, Geruts JW, van Kleef M, Nelemans P.(2013).Clinical course of non- specific low back pain: a systematic review of prospective cohort studies set in primary care. Eur J Pain. 17(1):5-15. doi:10.1002/j.1532-2149.2012.00170.x
  • Jones KC, Tocco EC, Marshall AN, Valovich McLeod TC, Welch Bacon CE. (2020).Pain Education with Therapeutic Exercise in Chronic Nonspecific Low Back Pain Rehabilitation: A Critically Appraised Topic. J Sport Rehabil.29(8):1204-1209.doi:10.1123/jsr.2019-0345.
  • Kawchuk GN, Fryer J, Jaremko JL, Zeng H, Rowe L, Thompson R.(2015). Real-time visualization of joint cavitation.PLoS One.10(4):e0119470.doi:10.1371/journal.pone.0119470.
  • Kendall JC, Bird AR, Azari MF. (2014).Foot posture, leg length discrepancy and low back pain- their relationship and clinical management using foot orthoses an overview. Foot.24(2):75-80.doi:10.1016/j.foot.2014.03.004.
  • Kissling R, Brunner C, Jacob HA.(1990).Mobility of the sacroiliac joint in vitro. Z Orthop Ihre Grenzgeb.128(3):282-8.doi:10.1055/s-2008-1039994.
  • Klyne DM, Barbe MF, van den Hoorn W, Hodges PW.(2018).ISSLS PRIZE IN CLINICAL SCIENCE 2018: longitudinal analysis of inflammatory, psychological, and sleep- related factors following an acute low back pain episode- the good, the bad, and the ugly. Eur Spine J.27(4):763-777.doi:10.1007(s00586-018-5490-7.
  • Koes BW, van Tulder M, Lin CW, Macedo LG, McAuley J, Maher C. (2010).An updated overview of clinical guidelines for the management of non- specific low back pain in primary care. Eur Spine J. 19(12):2075-94.doi:10.1007/s00586-010-1502-y.
  • Koes BW, van Tulder M, L CW, Macedo LG, McAuley J, Maher C.(2019). An updated overview of clinical guidelines for the management of non- specific low back pain in primary care. Eur Spine J. 19(12).2075-94.doi:10.1007/s00586-010-1502-y.
  • Kongsted A, Kent P, Axen I, Downie AS, Dunn KM.(2016). What have we learned from ten years of trajectory research in low back pain? BMC Musculoskelet Disord.17:220.
  • Kongsted A, Ris I, Kjaer P, Hartvigsen J. (2021).Self- management at the core of back pain care: 10 key points for clinicians. Brazilian journal of physical therapy, 25(4):396-405
  • Koninklijk Nederlands Genootschap voor Fysiotherapie (KNGF).(2021).KNGF- richtlijn lage rugpijn en lumbosacraal radiculair syndroom.
  • Knutson GA.(2005).Anatomic and functional leg-length inequality: A review and recommendation for clinical decision-making. Part I, anatomic leg-length inequality: prevalence, magnitude, effects and clinical significance. Chiropractic & Osteopathy.13(11).doi:10.1186/1746-1340-13-11
  • Kuijer PP, Verbeek JH, Visser B, Elders LA, Van Roden N, Van den Wittenboer ME, Lebbink M, Burdorf A, Hulshof CT.(2014). An Evidence- Based Multidisciplinary Practice Guideline to Reduce the Workload due to Lifting for Preventing Work- Related Low Back Pain. Ann Occup Environ Med.26:16. Doi:10.1186/2052-4374-26-16.
  • Lederman E. (2010).The myth of core stability. The Journal of Bodywork and Movement Therapies.14(1):84-98.
  • Licciardone JC, Brimhall AK, King LN.(2005).Osteopathic manipulative treatment for low back pain: a systematic review and meta- analysis of randomized controlled trials. BMC Musculoskelt Disord. 6:43.doi:10.1186/1471-2474-6-43.
  • Lis AM, Black KM, Korn H, Nordin M. (2007).Association between sitting and occupational LBP. Eur Spine J.16(2):283-98.doi:10.1007/s00586-006-0143-7.
  • Longtin C, Decary S. Cook CE, Tousignant-Laflamme Y.(2021).What does it take to facilitate the integration of clinical practice guidelines for the management of low back pain into practice? Part 1: A synthesis of recommendation. Pain Pract.21(8):943-954.doi:10.1111/papr.13033.
  • Mafi JN, McCarthy EP, Davis RB, Landon BE. (2013)Worsening trends in the management and treatment of back pain. JAMA Intern Med.173(17):1573-81. Doi:10.1001/jamainternmed.2013.8992
  • Maher C, Underwood M, Buchbinder R. (2017).Non-specific low back pain. Lancet. 389(10070):736-747.doi10.1016/S0149-6736(16)30970-9.
  • Martin BI, Deyo RA, Mirza SK, Turner JA, Comstock BA, Hollingworth W, Sullivan SD.(2008).Expenditures and health status among adults with back and neck problems. JAMA. 2008; 299(6):656-64.
  • McGill SM. (1997).The Biomechanics of low back pain injury: Implications on current practice in industry and the clinic. J Biomech.30(5):465-75.
  • Meroni R, Piscitelli D, Ravasio C, Vanti C, Bertozzi L, De Vito G, Perin C, Guccione AA, Cerri CG, Pillastrini P. (2021).Evidence for managing chronic low back pain in primary care: a review of recommendations from high- quality clinical practice guidelines. Disabil Rehabil.43(7):1029-1043.doi:10.1080/09638288.2019.1645888.
  • Moseley GL, Butler DS. (2015).Fifteen Years of Explaining Pain. The Past, Present, and Future. The Journal of Pain.16(9). 807-813.doi:https://doi.org/10.1016/j.jpain.2015.05.005
  • Nationale Versorgungsleitlinie Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale Versorgungs Leitlinie Nicht- spezifischer Kreuzschmerz- Kurzfassung, 2. Auflage. Version 1.2017 [cited:2022-08-14]. DOI: 10.6101/AZQ/000377. kreuzschmerz.versorgungsleitlinien.de
  • NICE 2016 : National Guideline Centre (UK). Low Back Pain and Sciatica in Over 16s: Assessment and Management. London: National Institute for Health and Care Excellence (NICE); 2016.PMID:27929617
  • Nijs J, Clark J, Malfliet A, Ickmans K, Voogt L, Don S, den Bandt H, Goubert D, Kregel J, Coppieters I, Dankaerts W. (2017).In the spine or in the brain? Recent advances in pain neuroscience applied in the intervention for low back pain. Clin Exp Rheumatol. 35 Suppl 107(5):108-115.
  • Nolan D, O´Sullivan K, Newton C, Singh G, Smith BE. (2020).Are there differences in lifting technique between those with and without low back pain? A systematic review. Scand J Pain. 20(2):215-27.
  • O´Brien S, Kernohan G, Fitzpatrick C, Hill J, Beverland.(2010). Perception of Imposed Leg Length Inequality in Normal Subjects. Hip Int.20(4):505-11.doi:10.1177//112070001002000414
  • O´Sullivan K, O´Sullivan P, O´Sullivan L, Dankaerts W. (2012).What do physiotherapists consider to be the best sitting spinal posture? Man Ther.17(5):432-7.doi:10.1016(j.math.2012.04.007.
  • O´Sullivan PB, Caneiro JP, O´Keeffe M, Smith A, Dankaerts W, Fersum K. O´Sullivan K. (2018).Cognitive Functional Therapy: An Integrated Behavioral Approach for the Targeted Management of Disabling Low Back Pain. Phys Ther.98(5):408-432. Doi:10.1093/ptj/pzy022.
  • O´Sullivan K, O´Keeffe M, Forster BB, Qamar SR, van der Westhuizen A, O´Sullivan PB.(2019).Managing low back pain in active adolescents. Best Pract Res Clin Rheumatol.33(1):102-121.doi:10.1016/j.berh.2019.02.005.
  • O´Sullivan PB, Caneiro JP, O´Sullivan K, Lin I, Bunzli S, Wernli K, O´Keeffe. (2020).Back to basics: 10 facts ever person should know about back pain.Br J Sports Med.54(12):698-699.doi:10.1136/bjsports-2019-101611.
  • Oliveira CB, Maher CG, Pinto RZ, Traeger AC, Lin CW, Chenot JF, van Tulder M, Koes BW. (2018).Clinical practice guidelines for the management of non- specific low back pain in primary care: an updated overview. Eur Spine J.27(11):2791-2803.doi:10.1007/s00568-018-5673-2.
  • Parreira P, Maher CG, Steffens D, Hancock MJ, Ferreira Ml.(2018). Risk factors for low back pain and sciatica: an umbrella review. Spine18(9):1715-21.
  • Pengel LH, Herbert RD, Maher CG, Refshauge KM. (2003).Acute low back pain: systematic review of its prognosis. BJM.327(7410):323.doi:10.1136/bmj.327.7410.323
  • Qaseem A, Wilt TJ, McLean RM, Forciea MA, Clinical Guidelines Committee of the American College of Physicians, Denberg TD, Barry MJ, Boyd C, Chow RD, Fitterman N, Harris RP, Humphrey LL, Vijan S. Noninvasive Treatment for Acute, Subacute, and Chronic Low Back Pain: A Clinical Practice Guideline From the American College of Physicians. Ann Intern Med.166(7):514-530.doi:10.7326/M16-2367.
  • Rannisto S, Okuloff A, Utti J, Paananen M, Rannisto PH, Malmivaara A, Karppinen J. (2019).Correction of leg- length discrepancy among meat cutters with low back pain: a randomized controlled trial. BMC Musculoskelet Disord 20:105.doi:10.1186/s12891-019-2478-3
  • Roffey DM, Wai EK, Kwon BR, Dagenais S. (2010).Causal assessment of occupational sitting and low back pain: results of a systematic review. Spine J.10(3):252-61.doi:10.1016/j.spinee.2009.12.005.
  • Rubinstein SM, de Zoete A, van Middelkoop M, Assendelft WJJ, de Boer MR, van Tulder MW. (2019).Benefits and harms of spinal manipulative therapy for the treatment of chronic low back pain: systematic review and meta- analysis of randomized controlled trials. BMJ. 364:1689.
  • Salaceni N, Kent P, Ng L, Campbell A, Straker L, O´Sullivan P. (2020).To Flex or Not to Flex? Is Thera a Relationship Between Lumbar Spine Flexion During Lifting and Low Back Pain? A Systematic Review With Meta- Analysis. J Orthop Sports Phys Ther.50(3):121-30.doi:10.2519/jospt.2020.9218.
  • Saner J, Bergman EM, de Bie RA, Sieben JM.(2018).Low back pain patients´perspectives on long- term adherence to home-based exercise programmes in physiotherapy. Musculoskelet Sci Pract.38:77-82.doi:10.1016/j.msksp.2018.09.002.
  • Shea E, Steinhaus M, Kim JH, Cunningham M, Fragomen A, Rozbruch SR. (2018).Leg Length Discrepancy, Functional Scoliosis and Low Back Pain. JBJS Reviews.6(8):6-8.doi:10.2106/JBJS.RVW.17.00148
  • Skaggs DL, Early SD, D´Ambra P, Tolo VT, Kay RM. (2006).Back pain and backpacks in school children. J Pediatr Orthop. 26(3):358-63.doi:10.1097/01.bpo.000027723.14631.6e.
  • Smith D, Bissell G, Bruce-Low S, Wakefield C. (2011).The effect of lumbar extension training with and without pelvic stabilization on lumbar strength and low back pain. Journal of Back and Musculoskeletal Rehabilitation.24(4):241-249.
  • Smith BE, Littlewood C, May S.(2014).An update of stabilization exercises for low back pain: a systematic review with meta-analysis. BMC Musculoskelet Disord.9(15):416.doi:10.1186/1471-2474-15-416.
  • Snijders CJ, Vleeming A, Stoeckart R.(1993). Transfer of lumbosacral load to iliac bones and legs Part 1: Biomechanics of self- bracing of the sacroiliac joints and its significance for treatment and exercise. Clin Biomech. 8(6):285-94.doi:10.1016/0268-0033(93)90002-Y.
  • Soukka A, Alaranta H, Tallroth K, Heliövaara M. (1991).Leg length inequality in people of working age. The asscoation between mild inequality and low back pain is questionable. Spine.16(4):429-431.doi:10.1097/00007632-199104000-00007
  • Sowah D, Boyko R, Antle D, Miller L, Zakhary M, Straube S.(2018).Occupational interventions for the prevention of back pain: Overview of systematic reviews. J Safety Res.66:39-55.doi:10.1016/j.jsr.2018.05.007.
  • Steffens D, Ferreira ML, Latimer J, Ferreira PH, Koes BW, Blyth F, Li Q, Maher CG. (2015).What triggers an episode of acute low back pain? A case- crossover study. Arthritis Cares Res. 67(3):403-10.doi:10.1002/acr.22533.
  • Stevens M, Steffens D, Ferreira M, Latimer J, Li Q, Blyth F, Maher C. (2016).Patients´ and Physiotherapists´ View on Triggers for Low Back pain.Spine.41(4).pE218-E224.doi:10.1097/BRS.000000000000193
  • Sturesson B, Uden A, Vleeming A.(2000). A radiostereometric analysis of movements of the sacroiliac joints during the standing hip flexion test. Spine.25(3):364-8.doi:10.1097/00007632-200002010-00018.
  • Toward Optimized Practice (TOP) Low Back Pain Working Group. Evidence informed primary care management of low back pain: Clinical practice guideline. 3rd edition;2017. Edmonton.
  • Tintali S, Bowles KA, Keating JL, Haines T.(2021). Sitting Posture During Occupational Driving Causes Low Back Pain; Evidence- Based Position or Dogma? A Systematic Review. Hum Factors. 63(1):111-123.doi:10.1177/001872081987130.
  • Tullberg T, Blomberg S, Branth B, Johnsson R.(1998).Manipulation does not alter the position of the sacroiliac joint. A roentgen stereophotogrammetric analysis. Spine.23(10):1124-8; discussion 1129.doi:10.1097/00007632-199805150-00010.
  • Ussing K, Kjaer P, Smith A, Kent P, Jensen RK, Schiøttz-ChristensenB, O´Sullivan PB.(2020).Cognitive Functional Therapy for People with Nonspecific Persistent Low Back Pain in a Secondary Care Setting- A Propensity Matched, Case- Control Feasibility Study. Pain Med.21(10):2061-2070.doi:10.1093/pm/pnaa034.
  • Verbeek J, Martimo KP, Karppinen J, Kuijer PP, Takala EP, Viikari-Juntura E.(2012).Manual material handling advice and assistive devices for preventing and treating back pain in workers: a Cochrane Systematic Review. Occup Environ Med.69(1):79-80.
  • Wasiak R, Kim J, Pransky G. (2006).Work disability an costs caused by recurrence of low back pain: longer and more costly than in first episodes. Spine (Phila Pa 1976).31:219-225
  • Webster BS, Cifuentes M. (2010).Relationship of early magnetic resonance imaging for work- related acute low back pain with disability and medical utilization outcomes. J Occup Environ Med. 52:900-7
  • Wernli K, O´Sullivan P, Smith A, Campbell A, Kent P. (2020). Movement, posture and low back pain. How do they relate? A replicated single- case design in 12 people with persistent, disabling low back pain. Eur J Pain.24(9):1831-1849.doi:10.1002/ejp.1631.
  • Wiles LK, Hibbert PD, Stephens JH, Molloy C, Maher CG, Buchbinder R, Moseley GL, O´Sullivan PB, Lin I, Briggs AM, Slater H, Harris IA, Jan S, Dwyer A, Fallon K, Hogg M, Fried K, Needs C, Casey P, Dabestani R, Kay D, Braithwaite J, Runciman WB.(2022). What Constitutes “Appropriate Care” for Low Back Pain? Point- of- Care Clinical Indicators From Guideline Evidence and Experts (the STANDING Collaboration Project).Spine (Phila Pa 1976).47(12):879-891.doi:10.1097/BRS.0000000000004274.
  • Yamato TP, Maher CG, Traeger A, Williams CM, Kamper SJ.(2018).Do schoolbags cause back pain in children and adolescents? A systematic review. Br J Sports Med. 52(19):1241-1245.doi:10.1136/bjsports-2017-098927.
  • Zaina F, Balague F, Battie M, Karppinen J, Negrini S. (2020).Low Back Pain in 2020: new frontiers and old limits of our understanding. An overview of the state of the art form a rehabilitation perspective. Eur J Phys Rehabil Med.56(2):212-219.doi:10.23736/S1973-9087.20.06257-7.
  • Herzog, R., Elgort, D. R., Flanders, A. E., & Moley, P. J. (2017). Variability in diagnostic error rates of 10 MRI centers performing lumbar spine MRI examinations on the same patient within a 3-week period. The Spine Journal, 17(4), 554-561.
  • Andersen, J. C. (2011). Is immediate imaging important in managing low back pain?. Journal of athletic training, 46(1), 99-102.

Sie möchten eine
Persönliche Beratung?

Tragen Sie sich jetzt ein und beginnen Ihren Weg für ein gesünderes Leben!

Dein persönlicher Trainer
Einen Kommentar schreiben
Was ist die Summe aus 7 und 4?
Copyright 2024 – Bewegungsstätte. All Rights Reserved. Konzeption: www.haschundhasch.com.
Einstellungen gespeichert
Datenschutzeinstellungen

Wir nutzen Cookies um Dir die bestmögliche Browsing-Erfahrung zu bieten

Weitere Informationen findest du unter Datenschutz.

Termin vereinbaren für
PHYSIOTHERAPIE

Du hast von deinem Arzt ein Rezept bekommen? Dann bist du bei uns genau richtig. Unsere Physiotherapeuten sind professionell ausgebildet, von uns exzellent weitergebildet und in vielen Fällen auf bestimmte, besonders wirksame Methoden spezialisiert. Kurzum, du hast es mit Könnern zu tun.

Das hört sich gut an? Kontaktiere uns zur Terminvereinbarung und wir melden uns innerhalb der nächsten 24 Stunden bei dir zurück!

Standort*
Rezept
Wo finde ich das?
Datenschutz*
Bitte rechnen Sie 5 plus 6.
Du konntest uns nicht erreichen?

Wir rufen Dich auch gerne zeitnah zurück. Wähle einen Standort in deiner Nähe und trage deinen Namen und Telefonnummer ein, um einen Rückruf anzufordern.

Wähle einen Standort*
Deine Telefonnummer*
Datenschutz*
Termin vereinbaren für
Trainingsberatung

Du hast deine Gesundheit selbst in der Hand – aber unsere Trainer unterstützen dich dabei. Bewegungsstätte, das ist Gesundheitstraining mit Konzept oder eben Fitness, für alle die mehr wollen.
Das hört sich gut an? In einem unverbindlichen Beratungsgespräch überzeugen wir dich gerne davon, dass wir der optimale Partner für dich sind.

Kontaktiere uns zur Terminvereinbarung und wir melden uns innerhalb der nächsten 24 Stunden bei dir zurück!

Standort*
Datenschutz*
Bitte rechnen Sie 1 plus 3.
Lass dich von uns beraten!

Wir rufen Dich auch gerne zurück!

Lass dich von uns beraten!

Wir rufen Dich auch gerne zurück!

You are using an outdated browser. The website may not be displayed correctly. Close